Ballverluste sind nicht gut

Bereits nach 30 Sekunden postulierte der ORF-Superfußballexperte Helge Payer beim Nations League-Spiel Frankreich gegen Österreich: „Ballverluste sind nicht gut!“ Eine gewagte Prognose, weil Payer zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht wissen konnte, wie sich das Spiel entwickeln würde. Aber er sollte recht behalten: Ballverluste sind nicht gut. Schon gar nicht gegen den regierenden Weltmeister und Nations League-Sieger des Vorjahres!

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Folgt nach Bronze auch noch Gold?

Die Engländerinnen nehmen ihre Gastgeberinnenrolle sehr ernst und haben den Tisch für Sonntag im legendären Wembley-Stadion bereits gedeckt. Ob nun die Deutschen auf Kaffee und Kuchen, oder die Französinnen auf einen kleinen Pastis vorbeischauen werden, wird heute Abend ermittelt. Aber so klar wie das Halbfinalergebnis von 4:0 von England gegen Schweden es nahelegen würde, so klar war das gar nicht.

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Frauen spielen Fußball, nicht Frauenfußball

Die Viertelfinale bei der Women’s EURO sind geschlagen, die beiden freien Tage bis zu den Halbfinale nützen wir gerne um durchzuatmen und eine kleine Zwischenbilanz zu ziehen. Wir haben sehr ansprechende Leistungen im Sinne des Fußballsports gesehen und die Favoritinnen haben sich durchgesetzt. Allerdings ist die Europaspitze merklich zusammengerückt und unser österreichisches Team gehört dazu.

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Billa, sagt der Hausverstand

So, die ersten Halbfinalistinnen der Women’s EURO stehen fest und das sind wenig überraschend die Engländerinnen. Allerdings, wie sie dieses Halbfinale erreichten, war dann doch sehr überraschend. Nach der souveränen Vorrunde hielt man die Wiese in Brighton bereits für gemäht, was sie auch war, aber nicht im übertragenen Sinn. Die mutig aufspielenden Spanierinnen brachten die hochfavorisierten Engländerinnen an den Rand einer Niederlage.

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Wir bleiben noch eine Woche: Viertelfinale!

Viele haben es gehofft, weniger hatten es erwartet, aber dass die Österreicherinnen derart souverän ins EURO-Viertelfinale einziehen würden, mit dem hätte wohl niemand gerechnet. Trainerin Irene Fuhrmann schickte ihre Spielerinnen mit der richtigen Taktik aufs Feld und diese setzten den Spielplan nahezu perfekt um. Am Ende stand ein ungefährdeter 1:0-Sieg gegen Norwegen und der Einzug unter die letzten acht Teams. Jetzt wartet Deutschland!

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Vom strahlenden Lächeln unter dem Torriecher

Mittlerweile hatten wir die Gelegenheit, jedes Team der Women’s EURO zweimal zu beobachten. Und was wir gesehen haben, macht Lust auf mehr: eiskalte Vollstreckerinnen, enorme Laufbereitschaft, technische und taktische Finessen und vor allem Freude, Freude, Freude am Spiel. Wo beim Torerfolg die Männer eine staatstragende Miene aufsetzen, als hätten sie die Welt gerade noch vor einer atomaren Katastrophe gerettet, dort lachen die Frauen aus ganzem Herzen und zeigen ein strahlendes und brillantes Lächeln, das jeden Zahnarzt in schwere Existenzängste treiben muss. Wir mögen das! Wir wollen, dass Fußball Spaß macht! Spaß macht uns auch noch das österreichische Team. Wo hat’s denn das zuletzt gegeben, dass ein ÖFB-Team eine reelle Chance auf ein Viertelfinale hat? Eben!

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Mit Löwenherzen gegen die Lionesses

Die Euphorie für die UEFA Women’s EURO und rund um das österreichische Team ist sogar bis in mein kleines Provinzstädtchen spürbar. Große ORF-Berichterstattung, seitenlange Vorberichte in allen großen Tageszeitungen, Hintergrundberichte im Kulturradio Ö1, Blogs, Tweets zum Thema und die Kronen Zeitung geriert sich gar zum offiziellen Sprachrohr der österreichischen Nationalmannschaft. Das baut schon einigen Druck auf und dann noch das Eröffnungsspiel gegen den Gastgeber und Turnierfavoriten England in Old Trafford, vor knapp 70.000 Zusehenden. Das Spiel wurde zwar denkbar knapp mit 0:1 verloren, aber „unsere Mädels“ (O-Ton: Co-Kommentatorin Lisi Tieber) ließen sich nicht ins Bockshorn jagen und traten den Engländerinnen furchtlos entgegen.

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Vor der Frauen-EM ist vor der Gleichberechtigung

Dass dieser Artikel überhaupt noch geschrieben werden muss, drückt eigentlich schon das ganze Dilemma aus, in dem der Damenfußball nach wie vor steckt, beziehungsweise, nicht der Damenfußball steckt in diesem Dilemma, sondern all jene Kommentatoren und „Fußballfans“ (gendern obsolet, es handelt sich fast ausschließlich um männliche Personen), die noch immer zwischen Frauen- und Männerfußball unterscheiden, die die Meinung vertreten, Frauenfußball wäre gar kein richtiger Fußball.

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Nach der Nations League ist vor der EM

Wir müssen uns um das österreichische Nationalteam keine Sorgen machen, bereits in der vierten Partie unter Ralf Rangnick hat die Mannschaft ihre Normalform erreicht. Nach drei sensationellen Partien gingen wir in Kopenhagen gegen die Dänen sang- und klanglos mit 0:2 unter. Dem dichten Programm geschuldet – die vierte Partie in elf Tagen – stellte der Teamchef die vierte Mannschaft auf.

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Endlich unter Strom

Wer hat gestern das Spiel gegen Dänemark gesehen? Es war gar nicht leicht bis zum Anpfiff durchzuhalten. Nachdem es im 2. Wiener Gemeindebezirk einen Stromausfall gab, erfolgte der Ankick erst um 22:15 Uhr. Die Ballbuben*mädchen wurden auf Grund des Jugendschutzes nach Hause geschickt, die Generation 60+ döste bereits friedlich in ihren Fernsehsesseln und die Generationen dazwischen versäumten teilweise die Partie, weil vielerorts beim Feinjustieren der richtigen Matchstimmung grobe Fehler gemacht wurden.

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