Das Gegenpressing der Wunderfuzzis

Die Salzburger praktizieren es seit Jahren. Der LASK zeigt es im Europacup. Die Rapidler haben es unter Didi Kühbauer auch gelernt und der Rest der österreichischen Liga hat zumindest schon was davon gehört. Gemeint ist das Gegenpressing, oder Angriffspressing. Deshalb ist es mir unerklärlich, dass es dem österreichischen Nationalteam nicht gelingt, einer spielerisch sehr limitierten Mannschaft aus Nordirland, den Ball in der gegnerischen Hälfte abzunehmen. Oder wie es Kommentator Thomas König ausdrückte: „Liam Boyce ist auch kein technischer Wunderfuzzi!“. Wuzzi hin, Fuzzi her, das gilt für die gesamte nordirische Mannschaft, die die Österreicher in einem erbärmlichen Spiel an den Rand einer Niederlage brachten.

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Versuch sich über Allerseelen lustig zu machen

Mancherlei gibt es, über das man sich getrost lustig machen kann. Die einfachste und unverfänglichste Form ist es, sich selbst zum Trottel zu machen. Zynischer, gemeiner und bedeutend grenzwertiger ist es da schon, sich über die Krummbeinigkeit oder das herabhängende Skrotum eines Mitmenschen zu mokieren. Und dann gibt es Dinge, die sollte man tunlichst unterlassen. Spott über so hehre Dinge wie Fußball oder hohe christliche Festtage ist zurecht verpönt.

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Geisterspiele im Unterhaus

Große Empörung haben die jüngsten Corona-Verordnungen der NÖ-Landesregierung in der Amateurfußballszene hervorgerufen. Obwohl man weiterhin ins Gasthaus oder zu Indoor-Kulturveranstaltungen gehen darf, wurde der Besuch von Fußballspielen im Freien untersagt. Wie konnte es zu so einer absurden Entscheidung kommen? Wir haben recherchiert und so könnte es gewesen sein:

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Amateurkicker als Versuchskaninchen?

So, ich habe jetzt alle Vorbereitungsspiele meines Provinzvereins als Zuseher absolviert – es handelt sich um den SC Gmünd, kein Geheimnis. Am Wochenende steht die erste Meisterschaftspartie auf dem Programm. Der Junkie hat seine Droge wieder. Das Zittern und der trockene Mund sind leichter geworden und die Depressionen seltener. Auffällig war, dass das Fußballvolk tatsächlich nach etwas ausgehungert war, das üblicherweise als Schmalkost bezeichnet wird, und eifrig die Freundschaftsspiele besuchte.

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Die dritte Halbzeit

Nach wie vor fehlt mir mein wöchentlicher Fußballplatzbesuch in einer der Unterklassen des nördlichen Waldviertels. Und was fehlt mir da am meisten? Genau, die dritte Halbzeit! Jetzt ist die dritte Halbzeit ja etwas, was es ja gar nicht geben dürfte, so ähnlich wie den Bahnsteig 9 ¾ von Harry Potter. Aber es gibt sie doch, auch wenn sich manche Teilnehmende nachher nicht mehr erinnern können, dass es sie gegeben hat.

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Was ist eine Frau wert?

Kann mir irgendjemand erklären, warum die deutsche Fußball-Frauenliga in den Zeiten der Corona fortgeführt werden durfte und die österreichische nicht? Liegt es vielleicht daran, dass an der politischen Spitze mit Angela Merkel eine Frau steht und in Österreich ein – naja – ein Mann? Liegt es vielleicht daran, dass die deutschen Kickerinnen dem Profisport zugeordnet werden und die österreichischen dem Amateursport, und somit den Renommieralkoholikern und Hangover-Badkickern aus der 3. Klasse Horner Wald gleichgestellt werden (aber immerhin gleichgestellt)? Oder liegt es vielleicht gar daran,

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Endlich geht’s wieder los

Yabba Dabba Doo! Der Sportminister hat mich erlöst, ab 1. Juli darf auch wieder auf den Provinzfußballplätzen gekickt werden. Nachdem mein Co-Autor und Recherchehelfer Claus Farnberger erst kürzlich über die spannungsarmen europäischen Top-Fußballligen sehr wortreich, aber auch sehr richtig referiert hat, kehren wir zurück zu den Ursprüngen, wo der Fußball noch echt ist, unmittelbar und archaisch.

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„Ein Stadion mit leeren Plätzen soll nicht der Maiden Stolz verletzen“

Keine Woche ohne Aufregung! Da hat sich kürzlich mein Freund Gerald Simon in seinem meisterhaften Aufsatz über die Fußballfanfrau im Stile Simone de Beauvoirs und Alice Schwarzers gehörig für das weibliche Geschlecht ins Zeug gelegt – und trotzdem schenkt ihm niemand Gehör – nicht einmal seine Rapid-Familie.

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Stadien auf, oder Kirchen zu?

Die Kutte macht noch keinen Mönch, aber einen Fußballfan! Schenkt man dieser Redewendung glauben, so muss man annehmen, dass es mit der Glaubensfestigkeit der geistlichen Brüder nicht ganz so weit her ist, andererseits ist es undenkbar, dass ein richtiger Fan das Hemdchen eines anderen Clubs überzöge. Vielleicht würde er es noch teilen, wie der Heilige Martin, aber auch nur mit jemandem desselben Glaubens, ein anderer würde es ja auch gar nicht annehmen und verbliebe lieber nackt und frierend.

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Das Linzer Torten-Desaster

„Gemeinsam gegen Corona“ steht auf meinem wunderschönen LASK-Mundschutz, den ich nur abnehme, wenn ich schlafe und von meinem geliebten Verein träume. Derzeit sind es leider vorwiegend Albträume! Der oben zitierte Slogan, den sich die geniale Marketing- bzw. Katastrophenschutzabteilung des LASK einfallen ließ, ist höchst originell und selbst für den größten Dummkopf nachvollziehbar – sollte man meinen.

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