Misslungene Aufholjagd gegen uns selber

Alaba

Österreichs Aufholjagd gegen sich selbst im Rahmen des gestrigen EM-Vorbereitungsspiels in Klagenfurt ist leider misslungen. Ein spätes Anschlusstor David Alabas reichte nicht mehr, um die eigene frühe Führung zu egalisieren.

Es war alles so gut vorbereitet! Auch ich selbst hatte schon seit Monaten auf dieses wichtige Spiel hin gefiebert und war zur Osterzeit sogar als ehrenamtlicher Spielbeobachter zum Fußball-Leckerbissen Malta gegen Moldawien angereist. Immerhin 400 Zuschauer fanden an diesem 24. März 2016 ihren Weg ins gefürchtete Ta’ Qali-Stadion, um die aktuelle Nummer 165 der Weltrangliste gegen die aktuelle Nummer 156 spielen zu sehen. Gemeinsam mit ein paar Gleichgesinnten, einem Schock langzeitarbeitsloser Inselbriten, ein paar Dutzend deutschen Sozialforschern und etlichen Betrunkenen, die sich in den falschen Bus gesetzt hatten, erlebte ich ein grandioses 0:0.
In Anbetracht dieser überschaubaren Kulisse war es nur folgerichtig, die gut zwei Monate später stattfindende Partie Österreichs gegen die Massenaufläufe nicht gewöhnten maltesischen Gäste nicht in der Ernst Happel-Hölle anzusetzen, sondern im normalerweise menschenleeren Wörtherseestadion. Dass dann wider Erwarten doch 20.000 Zuschauer kamen, war ein kleiner Regiefehler, und leider nicht der einzige an diesem Abend.
Zuerst lief noch alles gut! Österreich arbeitete den vorbereiteten Masterplan akribisch ab und ging rasch mit 2:0 in Führung. Nun ging man daran – in einer verspielten Version der Wendelauf-Einheiten im Training – diesen Rückstand gegen sich selbst aufzuholen. Doch nichts wollte gelingen, die Zeit wurde knapper und knapper. Erst als Alaba (zu?) spät ins Spiel kam, mehrten sich die Chancen Österreichs. Der satte Schuss Davids ins eigene „empty net“ ließ kurzfristig noch Hoffnung aufkeimen, doch am Ende reichte es nicht mehr zur Erfüllung der Mission. Es bleibt zumindest ein kleiner Trost: Wir haben zwar uns selber nicht ganz bezwungen, aber immerhin gegen Malta gewonnen…

Verfolge unseren Blog auf Facebook:

Schreibe einen Kommentar