Aktuell verfügt Fußball-Österreich über vier Vereine in der Gruppenphase eines europäischen Bewerbes, einer davon spielt sogar in der Champions-League. Das gab es noch nie! Zeit also, Abbitte zu leisten und das unqualifizierte Quaken über die Unzulänglichkeiten der österreichischen Liga einzustellen. Operettenliga hin oder her, offenbar wird zumindest gut gesungen. Zeit auch, sich endlich von unbegründeten größenwahnsinnigen Vorstellungen zu verabschieden. Wenn wir uns nicht dauernd mit den Ligen aus Deutschland, England, Frankreich und Italien verglichen, wären wir alle miteinander glücklicher mit unserer Kickerei. Wir sind in Europa vorne dabei, basta! Und das nicht erst seit heuer.
Alte Beiträge
Die Operettenliga
Schiri, Schöpf und Schöpfer
Dank Schöpf und dem Schöpfer, die uns ein goldenes Tor in der 75. Spielminute bescherten, gewann unser Nationalteam das dritte Länderspiel binnen acht Tagen, was rekordverdächtig erscheint. Nach dem knappen Revanchesieg gegen die Rumänen sind wir in der Nations League wieder sehr gut im Rennen. Das Spiel selbst war wenig spektakulär, im Zentrum stand ein besonderer Mann, der mich gestern noch im Traum verfolgte…
Ein wenig irre, aber alles regulär
2004 hat ja bereits Hans Krankl als Teamchef in Nordirland nach eigener Aussage mit 3:3 gewonnen. Aber das war ja irreregulär, damals. Gestern war gar nichts irreregulär und wir haben wirklich gewonnen. Mit 1:0, hätten wir ohne Torhüter gespielt, hätten wir auch 1:0 gewonnen, den einzigen aussichtsreichen Ball der biederen Insulaner setzte Boyce in der Schlussphase neben das Tor.
Alpha, Beta, Gamma – gwonnen hamma
Heute wird den lieben Leserinnen und Lesern dieses Beitrages gleich Zweierlei geboten: Erstens ein profunder Nachbericht des Spiels Österreich gegen Griechenland, zweitens ein Gratis-Griechischkurs. Ein beinahe homerisches Drama zwischen Mythos, Euphorie, Katharsis und Ouzo…
Geisterspiele im Unterhaus
Große Empörung haben die jüngsten Corona-Verordnungen der NÖ-Landesregierung in der Amateurfußballszene hervorgerufen. Obwohl man weiterhin ins Gasthaus oder zu Indoor-Kulturveranstaltungen gehen darf, wurde der Besuch von Fußballspielen im Freien untersagt. Wie konnte es zu so einer absurden Entscheidung kommen? Wir haben recherchiert und so könnte es gewesen sein:
Da Hofa woar´s
Der Name des deutschen Fußballers Lars Hofer wird Ihnen kein Begriff sein. Der Kicker des unterklassigen deutschen Vereins SC Stambach spielt hier aber eine wichtige Rolle, nämlich als thematischer Brückenbauer zwischen Fußball und anderen Ärgernissen. Es geht nämlich heute um eine scharfe Abrechnung mit der aktuellen nervenvernichtenden Werbekampagne des Mega-Greißlers Hofer, der sich mit viel Geldeinsatz in die Kundenherzen einschleicht und nicht einmal vor Leichenfledderei zurückschreckt.
Immer verlieren wir als bessere Mannschaft
Ich habe es schon wieder gehört! Sie haben es schon wieder gesagt! Ich kann es nicht mehr hören! Nun hat es auch der Rapid-Kapitän nach dem peinlichen Ausscheiden gegen eine Unterdurchschnittsmannschaft gesagt: „Wir haben als bessere Mannschaft verloren!“ Um diese absurde Behauptung zu untermauern, werden dann in der Regel die eigenen Tormöglichkeiten in der Nacherzählung potenziert und die des Gegners um denselben Faktor verringert.
Meine Mutation zum Super-Technologen
Mehr als ein halbes Jahrhundert lang galt ich in meiner Familie, in meinem Freundes- und Kollegenkreis als technischer Totalversager, mit einem Verständnis über die Funktionsweise raffinierter Hightech-Komponenten wie Schrauben, Muttern und Hebel, das gerade an jenes von Nachwuchs-Schimpansen in moldawischen Versuchslabors heranreicht. Über Nacht hat sich das aber komplett verändert: Ich, Claus Farnberger, bin zum Super-Technologen mutiert und weiß urplötzlich Antworten auf die drängendsten Fragen der Gegenwart! Schuld daran ist das US-Open-Turnier und die aktuelle Situation in der österreichischen Fußballbundesliga…
Von der ewigen Zuversicht
Wir Österreicher (absichtlich nicht gegendert, denn auf die -innen trifft das weniger zu) haben eine große Stärke: Wir sind in jeder Lebenslage imstande zu verhindern, dass die Bäume in den Himmel wachsen. Auch unser Fußballnationalteam kann das ausgezeichnet. Waren wir in Norwegen vor vier Tagen noch stattliche Eichen, so glichen unsere Mannen in Klagenfurt eher der Auswahl einer Bonsaizucht.
Die friedfertigen Wikinger
Wir können also noch Fußball spielen – und wir können sogar noch gewinnen. Das hat das heiß ersehnte Comebackspiel unserer Fußballnationalmannschaft im Rahmen der Nations League gegen Norwegen gezeigt. Unsere forsche Alpen-Elf überrannte die gegnerischen zahmen Wikinger und erbeutete drei wichtige Punkte.