Nach dem kurzen Kulturschock, den Farnberger & Simon nach dem Testspiel gegen die Slowakei erlitten, wächst irrationaler Weise und allmählich eine stille Art der Zuversicht, welche nur Fußballfans zu eigen ist. Pünktlich zu Turnierbeginn am Freitag wird sich wieder jenes Selbstvertrauen einstellen, das uns an den EM-Titel glauben lassen kann. Zuvor aber der vorletzte Teil unseres beliebten EM-Reiseführers für Daheimgebliebene…
Alte Beiträge
EM-Reiseführer für Couch-Potatoes: München und Budapest
Foda und die Kunst des Würfelns
Die letzte EM-Generalprobe gegen unseren Nachbarn Slowakei, genau eine Woche vor unserem ersten Turnierspiel, brachte ein 0:0 und wenig Antworten auf viele Fragen. Trotz der Erkenntnis, dass wir keine Tore mehr schießen können und hinten chaotisch-unsicher agieren, gab es einen großen Lichtblick: Unser geliebter Teamchef Franco Foda hat eine Weltneuheit in der Aufstellungstaktik erfunden, die bald globale Beachtung finden wird…
Oidfodarisch und hosenscheißerisch
Trotz der Anspannung vor dem England Spiel, entfuhr mir doch ein leichter Schmunzler, als ich den ersten Blick in das neue EM-Studio des ORF werfen durfte: Die kreisrunden Länderemblems der beiden Kontrahenten England und Österreich – ein rotes Plus auf weißem Grund und ein weißes Minus auf rotem Grund – die an die Vorderseite des futuristischen, klobigen Moderationstisches projiziert wurden, erweckten den Eindruck, als würde das tapfere ORF-Triumvirat Pariasek, Prohaska und Mählich in einer riesigen Batterie sitzen. Allerdings verlieh diese aufgeladene Situation weder der Moderation noch dem Spiel der Österreicher zusätzliche Energie.
EM-Reiseführer für Couch-Potatoes: London und Glasgow
Bei unserer kleinen Vorstellung der EM-Spielorte 2021 rückt heute die britische Insel in den Mittelpunkt der Betrachtungen. Die österreichische Nationalmannschaft wird bereits am 2. Juni das englische Terrain erkunden und sich in einem Vorbereitungsspiel in Middlesbrough mit England messen. Was – im Unterschied zu Farnberger & Simon – die wenigsten Fußballexperten erahnen: Dieses Match wird bereits in eineinhalb Monaten erneut ausgetragen, nämlich im Rahmen des EM-Finales im neuen Wembley-Stadion zu London…
EM-Reiseführer für Couch-Potatoes: Kein Barbier von Sevilla
Mit Riesenschritten naht die Fußballeuropameisterschaft. Daher zügig weiter mit unserer Serie „EM-Orte, die Sie heuer wohl nicht besuchen werden“. Heute widmen wir uns einer geschichtsträchtigen spanischen Stadt. Für Fans heißt es freilich: kein Barbier von Sevilla.
EM-Reiseführer für Couch-Potatoes: Kopenhagen und St. Petersburg
Nachdem wir vor wenigen Tagen bereits die Spielstätten der EM-Gruppe A vorgestellt haben, gehen wir nun raffinierter Weise zu den Austragungsorten der Gruppe B über. Kopenhagen und St. Petersburg sind gerade einmal 1500 Kilometer Luftlinie voneinander entfernt. Verglichen mit anderen Gruppen könnte man hier ja hier ja fast von einem „kleinen Grenzverkehr“ sprechen, in welchen sich Spieler und Funktionäre einfügen müssen. Die Fans werden aus bekannten Gründen ja zum überwiegenden Teil zuhause bleiben wollen.
Black Sunday
Fällt Ihnen was auf? Man hat schon länger nichts von Claus Farnberger gehört. Normalerweise – wenn Schiedsrichter kritisiert werden – springt er reflexhaft auf und glaubt als ehemaliger Referee seine Standesgenossen verteidigen zu müssen. Nur – an diesem schwarzen Sonntag hat es auch seinen LASK erwischt. Da hört man nichts! Gar nichts!
EM-Reiseführer für Couch-Potatoes: Roma und Baku
Schlachtenbummlerfahrten und abenteuerliche Auswärtsreisen in fremde Länder sind wohl das Salz in der Suppe des Fanlebens. Nun – da zur Zeit nicht einmal die Suppe vorhanden ist, bräuchte man sich über das darin enthaltene Salz eigentlich gar nicht zu unterhalten. Die Euro 2021, die in etwas mehr als einem Monat beginnt, wird wohl ohne das schmückende Beiwerk unserer physischen Präsenz auskommen müssen.
Liebeserklärung für Boris Johnson
Ich weiß nicht, ob es Ihnen aufgefallen ist, aber einen Tag nach dem Simon & Farnberger die abartige Idee der Super League als das bezeichnet haben, was sie ist, nämlich eine raffgierige Scheißidee, ist dieses kranke Konstrukt zusammengefallen, wie das sprichwörtliche Kartenhaus. Besser noch, die potenziellen Teilnehmervereine sind umgefallen wie die Steine am Domino Day. Zuerst alle sechs englischen Vereine, dann die Italiener, Barcelona will die Fans abstimmen lassen, also auch weg. Übrig geblieben ist nur der Präsident von Real Madrid Florentino Perez, was nicht weiter überrascht, bei diesem Scheißverein.
Das dreckige Dutzend
Seit das dreckige Dutzend aus England, Italien und Spanien angekündigt hat eine eigene Fußball-Super League zu gründen, vergeht kaum eine Stunde in der nicht neue Fußballwelt-Untergangsszenarien und kritische Kommentare zum Thema in allen Medien abgesondert werden. Von Andreas Herzog bis Alan Shearer haben sich auch bereits viele Granden vergangener Tage entsetzt über die neuen Ideen geäußert. Eigentlich ist alles gesagt!